Mindestens 2.000 Polizisten waren im Einsatz, um Ausschreitungen zu verhindern. Die Organisatoren der Kundgebung, darunter die Muslimbrüder, erwarteten nach eigenen Angaben 50.000 Teilnehmer. König Abdullah II. hatte zuvor das Parlament in Amman mit sofortiger Wirkung aufgelöst und vorgezogene Neuwahlen angesetzt.
Vor der Al-Husseini-Moschee hielten die Demonstranten ein großes Spruchband in die Höhe, auf dem sie unter anderem ein „demokratisches Wahlrecht, Verfassungsänderungen, eine unabhängige Justiz, ein Verfassungsgericht und eine Bekämpfung der Korruption“ forderten. Auch in Sprechchören verlangten sie eine „Verfassungsreform und eine Reform des Regimes“.
Ursprünglich sollte ebenfalls im Zentrum von Amman eine Kundgebung von bis zu 200.000 Anhängern des Monarchen stattfinden, die aber kurzfristig unter Hinweis auf Sicherheitsbedenken abgesagt wurde. In Jordanien gibt es seit dem Beginn des „arabischen Frühlings“ immer wieder Kundgebungen mit Protesten gegen den politischen Kurs des Landes.